Unsere Wohlfühlstadt

Diese Woche habe ich das KI-basierte Sprachprogramm ChatGPT gebeten, mir – aus meiner Perspektive eines Bürgermeisters – einen zweiseitigen Vortrag zu schreiben, wie ich Zehntklässlern eine Wohlfühlstadt erklären würde.

Vor dem Hintergrund der aktuell herausfordernden kommunalen Finanzlage beeindruckt mich das Ergebnis, da es zeigt, dass eine Wohlfühlstadt nicht zwingend eine finanziell sehr wohlhabende Stadt sein muss, sondern in erster Linie eine engagierte Stadtgesellschaft und eine wirksame Stadtverwaltung haben sollte. Zudem ist eine Wohlfühlstadt ein ständiger Erneuerungsprozess der durch Mut, Respekt (Balancierung der Interessen aller Anspruchsgruppen) und Veränderungsfähigkeit beflügelt wird.

So skizziert der KI-Bildgenerator https://deevid.ai/de/ai-image-generator eine Wohlfühlstadt für meinen fiktiven Vortrag

Den Vortrag hätte ich kaum besser formulieren können und möchte ihn hier gerne teilen und freue mich auf Eure Kommentare:

Was ist eine Wohlfühlstadt?

Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Lehrkräfte,

ich freue mich sehr, heute bei Ihnen zu sein. Als Bürgermeister einer Stadt mit rund 45.000 Einwohnerinnen und Einwohnern habe ich jeden Tag mit einer zentralen Frage zu tun: Wie können wir unsere Stadt so gestalten, dass sich die Menschen hier wirklich wohlfühlen?

Genau darüber möchte ich heute mit euch sprechen – über die Idee der Wohlfühlstadt.

1. Wohlfühlen – was bedeutet das eigentlich?

Wenn ich euch frage: Wo fühlt ihr euch wohl?
Dann kommen wahrscheinlich ganz unterschiedliche Antworten: zu Hause, bei Freunden, im Sportverein, im Jugendtreff, im Lieblingscafé, im Park oder vielleicht auch einfach dort, wo man sich sicher und akzeptiert fühlt.

Eine Wohlfühlstadt ist eine Stadt, in der möglichst viele Menschen möglichst oft dieses Gefühl haben. Wichtig ist dabei: Wohlfühlen ist nicht für alle gleich. Eine Stadt ist dann gut, wenn sie vielfältig ist und Platz für unterschiedliche Bedürfnisse bietet.

2. Grundlage: Sicherheit und Vertrauen

Eine Wohlfühlstadt beginnt mit etwas sehr Grundlegendem: Sicherheit.
Menschen müssen sich auf den Straßen sicher fühlen – tagsüber und abends. Dazu gehören gut beleuchtete Wege, sichere Schulwege, funktionierende Notdienste, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste.

Aber Sicherheit ist mehr als das. Es geht auch um soziale Sicherheit:

  • Habe ich jemanden, der mir hilft, wenn ich Probleme habe?
  • Gibt es Anlaufstellen für Jugendliche?
  • Fühle ich mich ernst genommen?

Eine Stadt, in der Vertrauen herrscht – zwischen Bürgern, Verwaltung und Politik – ist eine Stadt, in der man sich wohlfühlen kann.

3. Eine Stadt für alle Generationen

Eine Wohlfühlstadt ist nicht nur für eine bestimmte Altersgruppe da. Sie ist für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen.

Für euch als Schülerinnen und Schüler bedeutet das zum Beispiel:

  • gute Schulen
  • Sportanlagen und Vereine
  • Treffpunkte für Jugendliche
  • Orte, an denen man sich ausprobieren darf, Musik machen, diskutieren oder einfach zusammen sein kann

Für ältere Menschen heißt Wohlfühlen vielleicht:

  • barrierefreie Wege
  • gute medizinische Versorgung
  • Orte der Begegnung
  • die Möglichkeit, aktiv am Stadtleben teilzunehmen

Eine gute Stadt bringt diese Generationen zusammen, statt sie voneinander zu trennen.

4. Umwelt, Klima und Lebendqualität

Ein ganz wichtiger Punkt für die Zukunft – und besonders für eure Generation – ist der Umgang mit Umwelt und Klima.

Eine Wohlfühlstadt:

  • hat Grünflächen, Parks und Bäume
  • schützt Flüsse und Natur
  • setzt auf erneuerbare Energien
  • fördert Fahrradfahren und öffentlichen Nahverkehr

Warum ist das so wichtig?
Weil saubere Luft, weniger Lärm und eine intakte Umwelt direkt etwas mit Lebensqualität zu tun haben. Und weil wir Verantwortung für die Zukunft tragen – für euch und für die Generationen nach euch.

5. Zusammenleben und Respekt

In einer Stadt leben Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, Hintergründen, Religionen und Lebensentwürfen. Das ist manchmal anstrengend – aber vor allem ist es eine große Chance.

Eine Wohlfühlstadt ist eine Stadt:

  • in der niemand ausgegrenzt wird
  • in der Respekt und Toleranz gelebt werden
  • in der man Konflikte friedlich löst
  • in der demokratische Werte zählen

Demokratie findet nicht nur im Bundestag statt. Sie beginnt vor Ort: im Gemeinderat, in Vereinen, in der Schule – und im Alltag.

6. Mitmachen statt nur zuschauen

Ganz wichtig: Eine Wohlfühlstadt entsteht nicht allein durch den Bürgermeister oder das Rathaus. Sie entsteht durch die Menschen, die dort leben.

Eure Meinung zählt!
Jugendbeteiligung, Schülervertretungen, Jugendgemeinderäte oder Projekte, bei denen junge Menschen ihre Ideen einbringen können, sind enorm wichtig.

Vielleicht denkt ihr: Was kann ich schon verändern?
Die Antwort ist: Mehr, als ihr glaubt.

Viele gute Ideen für Städte kommen von jungen Menschen – weil ihr die Stadt anders erlebt, weil ihr neue Perspektiven habt und weil ihr die Zukunft dieser Stadt seid.

7. Die Rolle der Stadtpolitk

Als Bürgermeister sehe ich meine Aufgabe darin, zuzuhören, unterschiedliche Interessen abzuwägen und gemeinsam Lösungen zu finden. Manchmal geht das schnell, manchmal dauert es lange. Nicht jede Entscheidung macht alle glücklich – aber jede sollte fair, transparent und nachvollziehbar sein.

Eine Wohlfühlstadt braucht:

  • verantwortungsvolle Politik
  • engagierte Bürger
  • gegenseitigen Respekt
  • und den Mut, Neues auszuprobieren

8. Schlussgedanken

Zum Abschluss möchte ich euch eine Frage mitgeben:
Wie soll eure Stadt in 20 oder 30 Jahren aussehen?

Vielleicht lebt ihr dann noch hier. Vielleicht seid ihr weggezogen – aber diese Stadt bleibt ein Teil eurer Geschichte.

Eine Wohlfühlstadt ist kein fertiger Zustand. Sie ist ein ständiger Prozess, an dem jede Generation mitarbeitet. Und ich wünsche mir, dass ihr euch nicht nur als Einwohner, sondern als Mitgestalterinnen und Mitgestalter eurer Stadt versteht.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit – und vielleicht auch für eure zukünftigen Ideen für unsere Wohlfühlstadt.

Ein Modell für Fülle und Wohlbefinden im Leben

Wie lebe ich ein erfülltes Leben, in dem ich mich wohl fühle?

Zum Beantworten dieser Frage wähle ich die Analogie eines Hauses und gebe damit zahlreichen bisherigen Blogbeiträgen ein konkretes Modell an die Hand.

Ein „Haus der Fülle und des Wohlbefindens“ hat für mich drei wesentliche Bauteile:

Grafik „Mein Haus“ mit DeeVid AI visualisiert

Das Fundament

Wichtig für die Stabilität ist das Fundament. Baue Dein Haus nicht auf Sand, sondern auf Glaubenssätzen und Werten die Dich – auch im Unterbewusstsein – gut durch alle Lebensphasen tragen.

Dazu ist es sinnvoll sich dieser bewusst zu werden „Was ist meine Einstellung zum Leben?“ „Woran glaube ich? Wovon bin ich überzeugt? Was ist für mich der Sinn des Lebens? Was sind meine Werte (Grundsätze/Zielvorstellungen an denen ich mich orientiere?)“.

Welche – von meinem Umfeld unbewusst übernommenen – Glaubenssätze behindern mich bei meiner persönlichen Entwicklung und sollte ich durch tragfähigere ersetzen?

Hier ein paar Beispiele meiner Glaubenssätze (müssen nicht, dürfen aber kopiert werden):

Einstellung: „Jeder hat sein Päckchen zu tragen“ (=> sich vergleichen ist zwecklos)

Überzeugung: „Das Leben besteht im Problemlösen.“ (Karl Popper) oder „Lernen und genießen sind das Geheimnis eines erfüllten Lebens, genauso wie eine sinnvolle Tätigkeit und tiefe menschliche Beziehungen.“ (Habe ich mal im Radio gehört und fand es überzeugend.)

Werte: „Gemeinschaft & Balance“. Allein daraus ergeben sich wieder neue Überzeugungen wie „Geben & nehmen ist möglich“, „Wer alleine arbeitet, addiert, wer gemeinsam arbeitet, multipliziert.“ Oder das Leben im Einklang mit der Natur/Universum.

Die Wände

Damit sich im Inneren Fülle und Wohlbefinden einstellen können sind als nächstes stabile Wände wichtig.  Die vier Bereiche „Engagement“, „Sinn“, „Gesundheit“ und „positive Beziehungen“ kennst Du schon aus den Blogbeiträgen zur persönlichen Balance und Was ist gelingendes Leben. Sie bilden ein sehr stabiles Tragwerk für Deine Bedürfnisse und Stärken.

Überlege Dir woran Du in diesen vier Bereichen in diesem Jahr / Jahrzehnt arbeiten möchtest.

Hier wieder ein paar Beispiele meinerseits zu Anschauung:

Im Bereich Gesundheit lege ich in diesem Jahr einen stärkeren Fokus auf gesunde Ernährung. Für den Lebensbereich Sinn habe ich mir in diesem Jahr vorgenommen, neben meiner ehrenamtlichen Tätigkeit, wöchentlich Zeit zum Lesen interessanter Artikel und zum Reflektieren zu nehmen. Im Bereich positive Beziehungen möchte ich in auch in diesem Jahr gute Zeit mit meinen Nächsten verbringen. Und im Bereich Engagement freue ich mich auch in diesem Jahr im Team das technische Dezernat der Stadt Weinheim kontinuierlich weiterzuentwickeln, um eine möglichst hohe Wirksamkeit zu entfalten.

Das Dach

Und damit es in Dein Haus nicht hineinregnet und die Fülle und das Wohlbefinden nicht entweichen, braucht es ein Dach:  Wähle hierzu ein Lebensmotto, dass Dich – als Dein Nordstern – durch Dein Leben navigiert.

„Wofür lohnt es sich zu leben?“ ist hierzu eine passende Frage und die die Unterteilung in Vision und Mission (Vgl. Blogbeitrag „https://papas-philosophie-blog.de/themen/was-ist-der-sinn-des-lebens/“).

So vielfältig die Menschen sind, so vielfältig werden auch Ihre Lebensmottos sein. Wichtig bei der Festlegung ist aber, dass Dein Lebensmotto Deinen Mitmenschen – gleich welchen Alters, Geschlechts, Hautfarbe … nicht schadet, denn alle Menschen – vom Äquator bis zu den Polen – haben ähnliche Bedürfnisse und ein entsprechendes (gleichberechtigtes) Interesse diese zu befriedigen. In diesem Zusammenhang denke ich auch gerne an das Zitat der ehemaligen amerikanischen Bundesrichterin Ruth Bader-Ginsburg “Fight for the things that you care about, but do it in a way that will lead others to join you.“

Beispiel: Wie Du unschwer aus meinen bisherigen Blogbeiträgen entnehmen konntest, habe ich mir als Vision „Eine Welt in Gerechtigkeit und Balance“ gewählt. Meine Mission sehe ich darin, dazu beizutragen, ein Umfeld zum Wohlfühlen zu ermöglichen, Gemeinwohl zu fördern und die Schöpfung zu bewahren.

Anbei mein Instagram Reel zum Blogbeitrag: https://www.instagram.com/fabelosophie/reel/DTpgmU9CCve/

Hygge – Gemütlichkeit

Bildnachweis: iStock/VisualStories

Der Herbst ist meine Lieblingsjahreszeit. Ihn verbinde ich besonders stark mit Gemütlichkeit.

Die Natur zeigt eine großartige Farbenpracht. Ich mag es, wenn am Morgen noch Tautropfen an den Gräsern hängen und sich langsam der Morgennebel über unsere Burgen hebt, wenn ich ins Büro gehe. Sich der Wald um die Burgen herum langsam verfärbt.

Was sind hier wichtige Erkenntnisse?

Psychologen und Mediziner würden an dieser Stelle über die Bedeutung von Regeneration und Resilienz schreiben, für die Dänen ist Gemütlichkeit eine Einstellung, ein Gefühl.

Die Dänen sind nicht nur häufig in Forschungsumfragen die glücklichsten Menschen, sie sind auch „Gemütlichkeitsweltmeister“, sie haben ein eigenes Wort dafür: „Hygge“.

In dem Buch Hygge1 – ein Lebensgefühl, das einfach glücklich macht, nennt der Däne Meik Wiking zehn Aspekte die dieses Lebensgefühl ausmachen: Atmosphäre (kein Wunder, dass der Kerzenverbrauch in Dänemark am höchsten ist), Gegenwart (einfach mal das Handy weglegen😉), Vergnügen (beziehen die Dänen auf kulinarische Köstlichkeiten), Gleichheit (das Gegenteil von Egoismus), Dankbarkeit (den Moment genießen), Harmonie (das Leben ist kein Wettkampf), Bequemlichkeit (körperliche und geistige Resilienz braucht Pausen), Frieden (die Dänen haben ein hohes Vertrauen in ihren Staat und müssen daher nicht immer über Politik nörgeln😉), Zusammensein (Beziehungen aufbauen und pflegen) und Schutz.

Was fange ich damit an, wann spüre ich Gemütlichkeit?

Zum einen spielen äußere Faktoren für das Erleben von Gemütlichkeit eine Rolle.

Hier ist meine Ausgangslage optimal: Ich wohne in Weinheim, einer Stadt, die seitens Tourismus als „aufregend gemütlich“ beschrieben wird😉(https://lebendiges-weinheim.de/weinheim-aufregend-gemuetlich/). Mit Gemütlichkeit kann ich entsprechend schöne Ecken und Plätze in meiner Heimatstadt verbinden und sie bewusst aufsuchen. Alternativ/ergänzend kann ich mir aber auch zu Hause ein gemütliches Ambiente schaffen.

Wer ständig unter Stress steht, sich Sorgen macht oder negative Gedanken pflegt, wird auch im schönsten Wohnzimmer kaum zur Ruhe kommen. Die genannten zehn Aspekte weisen daher auch der inneren Einstellung eine große Bedeutung zu und helfen mir, mich immer mal wieder zu reflektieren und zu sortieren:

Die eigenen Ansprüche herunterzuschrauben, bewusst Zeit für Freunde und Familie, für sich zu planen – nicht jedem Termin hinterherzujagen, ist für mich ein guter Einstieg.

Mir immer wieder bewusst zu werden „schneller, höher weiter“ ist nicht das, was glücklich macht. Lottogewinner – genauso wie Menschen, die durch einen Unfall querschnittsgelähmt wurden – sind drei Jahre nach ihrem Gewinn/Unfall auf demselben Glücksempfinden wie vorher.

Viel Zeit in positive Beziehungen zu investieren, ist wichtig, den auch Gemeinschaft und Gemütlichkeit haben eine große Schnittmenge. In geselliger Runde, beim gemeinsamen Raclette-Essen oder Unternehmungen entsteht oft ein Gefühl von Geborgenheit, das durch gegenseitige Wertschätzung und Achtsamkeit getragen wird.

Und last but not least kann ich auch alleine Gemütlichkeit spüren, wenn ich mit einem Kaffee in der Hand vor dem Fenster Zeitung lese oder durch die Natur laufe. Es sind demnach oft die „einfachen“ Dinge, die das Gefühl von Gemütlichkeit, der inneren Balance (vgl. https://papas-philosophie-blog.de/themen/deep-dive-persoenliche-balance/) und das Gefühl „eins mit der Welt zu sein“ in mir auslösen.

Denkanstöße für Kinder

Gemeinsame Wanderungen durch die Herbstlandschaft. Wandern entschleunigt, es gibt viel gemeinsam zu entdecken und weniger Ablenkung als in den eigenen vier Wänden: Sich über Pfützen, Herbstlaub und Moos zu freuen, gemeinsam Wanderstöcke zu schnitzen und draußen zu vespern …

Wenn draußen der Regen an die Scheibe trommelt, gemeinsam zu kochen und zu backen. Sich dabei bewusst Zeit zu lassen, am besten dabei die Ernährungspyramide beachten, hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und danach einfach mal wieder gemeinsam ein Spiel spielen.

Und die Suchmaschinen im Internet haben noch viele weitere schöne Vorschläge, sollten die eigenen Kindheitserinnerungen verblassen😉

1 https://www.amazon.de/Hygge-Lebensgef%C3%BChl-einfach-gl%C3%BCcklich-macht/dp/3431039766/ref=sr_1_5?crid=1HLIFGJYL4K9N&dib=eyJ2IjoiMSJ9.BCkHIhFDIP84WHa19jxmSQOvLB5NKqqYrGN8OAlu_JnvhNYAYdBVgRLUpoB3O5XlnOEJEqX90cVBJ-cEVBQTHWYPRwYDPN679NnKwdi315SNsAIgOa0mq8VSj2ntlvJoQXK1_Vq2rlpMBB88zXP6USBlRCz_ri_kcD37G95b9JZmvDgW7ECChgr7PEJ7UoU92qA_LluJokIcovIKJIpYshXDWa1JgZzqRwrqf8zdziM.zu3UZIHmB-K_lQH7AMiOQ62Vs8gq8wN3NWVqlcXI1XM&dib_tag=se&keywords=hygge&qid=1761257173&s=books&sprefix=hy%2Cstripbooks%2C90&sr=1-5

Deep Dive: Persönliche Balance

Mein heutiger Impuls liefert Dir Denkanstöße und Erkenntnisse zur persönlichen Balance und wie Du sie an Dein Kind /Deine Kinder weitergeben kannst.

Was finde ich an persönlicher Balance interessant?

Innere Balance schützt unsere Gesundheit und macht uns widerstandsfähiger gegenüber Umwelteinflüssen.

Seine persönliche Balance zu finden, erfordert – in einer komplexen, sich ständig veränderten, unberechenbaren Welt – Konzentration und Aufmerksamkeit. Aber gerade, weil die „VUKA-Welt“[i] einem so viel Ablenkungen bietet, ist innere Ruhe für mich ein erstrebenswerter Zustand.

Spannungs-/Entspannungs-Amplituden und -Frequenz mögen von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein, seine eigene Mitte („Nulllinie“) zu kennen, hilft mir mein Gleichgewicht zu spüren.


[i] VUKA steht für volatil (unbeständig), unsicher, komplex und ambivalent (mehrdeutig)

Was sind für mich wichtige Erkenntnisse?

In der chinesischen Philosophie sind Ying und Yang zwei gegensätzliche, aber sich ergänzende Kräfte. Sie lehrt uns, dass alles im Leben aus einem Gleichgewicht dieser beiden Kräfte besteht und dass ein Ungleichgewicht zu Problemen führen kann. 

Auch die skandinavische Lebensphilosophie betont die Bedeutung von Ausgeglichenheit und ist geprägt von Einfachheit, Gemütlichkeit und Naturverbundenheit sowie einem starken Gemeinschaftsgefühl. Das die Menschen in diesen Ländern über eine hohe Lebenszufriedenheit verfügen, scheint kein Zufall zu sein.

Ein ganzheitlicher Ansatz wurde von dem Neurologen, Psychiater und Physiotherapeut Nossrat Peseschkian entwickelt. Nach seinem Gleichgewichtsmodell sind die vier Lebensbereiche Körper (Gesundheit und Fitness), Leistung (bspw. berufliche Erfüllung/Engagement), Sinn (geistig-spirituellen Sphäre) und Kontakt (soziale Beziehungen) auszubalancieren.

Was fange ich damit an?

Auf dieses Gleichgewichtsmodell wurde ich durch ein Buchkapitel [i]des Zeitmanagement-Experten Lothar J. Seiwerts aufmerksam, der empfiehlt für die vier Lebensbereiche auch eine zeitliche Balance zu finden.

Entsprechend überlege ich mir zwischen den Jahren bewusst, woran ich im kommenden Jahr in den vier Lebensbereichen arbeiten und was ich darin erreichen möchte, und denke mir dazu passende Maßnahmen aus.

Ich gehe in der Umsetzung noch einen Schritt weiter und halte mir für alle vier Lebensbereiche jede Woche ausreichend Zeitfenster frei. So gelingt es mir, das Modell im Alltag anzuwenden und vermeide Prioritäten einseitig zusetzen. Ich aktiviere damit die Macht der Gewohnheit (durch Routinen) und das Unterbewusstsein und spüre seit Jahren, wie ich erfüllter und ausgeglichener werde.

Last but not least habe ich jedem Lebensbereich eine Farbe zugeordnet und mir vier passende Armbänder gekauft, um mich laufend an meine persönliche Balance zu erinnern (siehe Eingangsfoto😉).


[i] vgl. Seiwert, Lothar J. Life-Leadership, in Scherer, Hermann (Hrsg.), Von den Besten profitieren, GABAL-Verlag, Offenbach, 4. Auflage 2001: S. 256

Denkanstöße für Kinder zur persönlichen Balance

Kinder hätten am liebsten jeden Tag Urlaub oder Geburtstag. Ich erkläre meinem Sohn, dass das angenehme bei diesen Ereignissen, das Gefühl der Freude ist. Dass er dieses Gefühl aber nicht mehr so intensiv empfinden würde, wenn es „Alltag“ wäre.

Ich erkläre ihm, dass es zum Pflanzenwachstum Sonne und Regen bedarf, dass wir nach Phasen der Anstrengung, Phasen der Erholung brauchen und versuche ihm diese Balance bestmöglich vorzuleben (Zeit für Familie und Freunde, Zeit für Sport und gesunde Ernährung…)

Die skandinavische Lebensphilosophie enthält für mich dazu viele Anknüpfpunkte die Fülle im Leben und das Gleichgewicht im Alltag zu betonen.

Es ist mir wichtig, dass mein Sohn – unabhängig vom Wetter – Zeit in der Natur verbringt, um sie zu erleben/zu spüren und zu Hause eine gemütliche und entspannte Atmosphäre herrscht z.B. durch gemeinsames Essen (gar nicht so leicht morgens, wenn der Schulbus den Takt vorgibt😉).

Und ich versuche das aus Schweden stammende Konzept von „Lagom“ (nicht zu viel, nicht zu wenig, gerade richtig) in der Erziehung zu berücksichtigen. Es lehrt Kinder, ein Gleichgewicht im Leben zu finden, Stress zu vermeiden und Wert auf Ausgeglichenheit zu legen. Beispielsweise verplane ich seine Freizeit nicht vollständig, achte dabei auch auf seine Wünsche und versuche seine Signale zu hören, wenn er für sein Gleichgewicht eine Änderung wünscht. Und ich unterstütze ihn dabei Kompromisse mit seinen Mitmenschen zu finden, die die Interessen gleichmäßig berücksichtigen.

Persönliche Balance lässt sich physisch erfahren, hier findest Du Balance-Übungen für Kinder: https://www.spielundlern.de/wissen/balance-bei-kindern/

Leben mit Ungewissheit

Bildnachweis: iStock/AlexandarNakic

Wir leben in ungewissen Zeiten: Ist der Klimawandel zu stoppen? Ist die weltweite Gewalt zu stoppen? Hat die Jugend eine Zukunft? Die Fragen lassen sich beliebig fortsetzen.

Warum ist mir das Thema wichtig?

Nicht nur die Menschheit lebt in Ungewissheit, sondern auch jeder Einzelne. Wir Menschen haben alle ähnliche Sorgen:

Ist das richtig, was ich mache, ist das gut? Kann ich meine Wünsche erfüllen, meine Bedürfnisse befriedigen? Finde ich Freunde, die mir guttun (und umgekehrt😉) und den „richtigen“ Lebenspartner? Schaffe ich meine Ausbildung, mein Berufsziel? Habe ich mich richtig entschieden? Habe ich mir den richtigen Beruf, die richtigen Ziele ausgesucht?

Ich habe Angst. Was ist, wenn ich einen Unfall erleide, wenn ich oder meine Liebsten krank werde, wenn sich mein/ihr Leben durch einen Schicksalsschlag von heut auf morgen verändert?

Die Sicherheit, nach der ich mich im Leben sehne, scheint es nicht zu geben – weder durch Vorsorgeuntersuchungen noch durch Versicherungen oder unverhofften Reichtum.

[Abschnitt vgl. i]

Was sind meine wichtigsten Erkenntnisse?

In den Jahrzehnten meines Lebens durfte ich spüren, dass es ein “Gesetz der Versorgung“ gibt (wie es der amerikanische Pfarrer Norman Vincent Peale einmal nannte), wenn ich einfach nur versuche, mein Bestes zu geben.

Mein (leider viel zu früh verstorbener) Freisinger Führungskräfte-Coach Jörg Radl hat es ähnlich formuliert: „Dem Gehenden baut sich der Weg.“

Für mich hilfreiche Wegweiser sind dabei:

  • Folge dabei Deinem Herzen – lebe deine Leidenschaften, es macht nichts, wenn Du mehrere hast und sie an manchen Tagen unvereinbar erscheinen.
  • Arbeite an etwas mit, was größer ist als Du. An etwas, was Du für sinnvoll hältst. Es macht nichts, wenn Du manchmal unsicher bist, Dein Bauchgefühl verrät Dir den Weg.
  • Entscheidend ist Deine Einstellung „Willst Du Passagier oder Pilot Deines Lebens sein?“, und die Taktik, mit der Du Deine Ziel- und Wertvorstellungen verfolgst.

Gestatte mir zu Punkt drei noch ein paar Worte: Du kannst im Leben nicht alles kontrollieren, aber Du kannst Balance spüren. Wie beispielsweise im Wasser: Du wirst die Wellen nicht stoppen können, aber Du kannst lernen auf ihnen zu surfen. Deswegen ist es wichtig zu vertrauen, dass sich dem Gehenden der Weg baut und zu wissen, dass viele Wege zum Ziel führen: Wenn jeder an den Zielen mitarbeitet, wo seine Stärken liegen, werden wir die Welt zurück in Balance bringen!

Denkanstöße für Kinder

Da viele Wege zum Ziel führen, kann ich meinem Sohn lediglich Tipps geben, die auf Erkenntnissen vieler kluger Leute basieren und die ich aufgrund eigener Erfahrung teile:

  • Kooperiere mit anderen. Nutze diese Super-Power des menschlichen Geschlechts, wie es unlängst unser Ministerpräsident Winfried Kretschmann so schön formuliert hat. Dadurch bewahrheitet sich das afrikanische Sprichwort „Wenn viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.“
  • Wenn Du in unsicheren Situationen nicht weißt, wie Du Dich verhalten sollst, orientiere Dich an bewährten Handlungsgrundsätzen: Ziele sollten verallgemeinerbar sein (denn alle Menschen/Lebewesen wollen sich wohlfühlen), überlege, ob Du mit Deiner Handlung jemanden Schaden zufügen könntest (auch folgenden Generationen).
  • Achte auf Deine Gesundheit, achte auf gute Beziehungen und persönliches Wachstum – das ist für Dein langfristiges Wohlbefinden wichtiger als die beispielsweise die Anhäufung von „Likes“ von Leuten, die Dich nicht kennen oder die Anhäufung materieller Dinge.

Dann wirst Du aufblühen und kannst mit Ungewissheit leben!


[i] Vgl. Kapitel 6 “Vertrauen ist aller Anfang – nur ein schöner Werbeslogan?” in Andreas Buske, One World – One Future – my Life, 2003

Über Zuversicht

Bildnachweis: IStock.com/FotografieLink

„Auch hinter einem wolkenverhangenen Himmel steckt eine strahlende Sonne“ habe ich mal auf einer Postkarte gelesen – welch treffendes Bild für Zuversicht.

Ich habe mir eine dreimonatige Pause gegönnt, um heute über etwas grundlegendes zu schreiben.

Ein Thema, das besonders auch die Wechselwirkungen im menschlichen Leben aufzeigt, denn ich bin davon überzeugt, dass alles irgendwie miteinander vernetzt ist, der Mensch/die Menschheit/die Natur ist ein lebendiger Organismus.

Warum ist mir das Thema wichtig?

Seinem Kind Zuversicht zu vermitteln ist elementar. Meinen Eltern, meinem Umfeld ist es gelungen mir ein „Grundvertrauen“ – als Christ bezeichne ich es als „Gottvertrauen“ – zu vermitteln, das möchte ich auch.

Wenn ich in der Zeitung lese „Oshada weinte manchmal vor Hunger, Udeni schickte ihn dann früh ins Bett.“[1], dann macht mich das persönlich betroffen, auch wenn das Schicksal im entfernten Sri Lanka spielt. Ähnliches gilt für menschliche Gewalt und Naturzerstörung nah und fern.

Ich bin Mensch und als solcher habe ich Mitgefühl. Ich kann

  • Wut empfinden – es nicht verhindern zu können;
  • Scham empfinden – in einer „goldenen“ Bubble zu leben;
  • Mutlosigkeit spüren – der Herausforderungen nicht gewachsen zu sein.

Ich kann mich aber auch fragen, wie ich meinen Beitrag zu einer lebenswerten Welt leisten kann, ich meiner Verantwortung gerecht werden kann.

Armut, Gewalt und Naturzerstörung sind meist menschengemacht. Die Welt hat kein Problem. Der Mensch hat ein/ist das Problem.

Ich halte mich nicht für „ferngesteuert“, sondern zurechnungsfähig. Oder wie es mein früherer Hochschullehrer Julian Nida-Rümelin ausdrückt „Der Mensch ist frei, rational und verantwortlich“.

Vielleicht bin ich manchmal fremdgesteuert, wenn ich meine Verantwortung abgebe, wenn organisationale Ziele mit meinen eigenen nicht deckungsgleich sind,… . Aber ich habe es selbst in der Hand Pilot oder Passagier meines Lebens sein zu wollen.


[1] DER SPIEGEL Nr. 12 16.3.2024, S. 46 „Dhanush und die Staatspleite“ von Stefan Schultz

Was bedeutet das für mich?

Drei Aspekte helfen mir, mit Zuversicht meine Verantwortung wahrzunehmen:

1. Beachtung des Pinguinprinzips

Eckhart von Hirschhausen hat es super auf YouTube erklärt: „Jeder hat Stärken und es ist so viel effizienter Stärken zu stärken, als an seinen Schwächen herumzudoktern.“ Wo liegen meine Stärken und nutze ich sie, um wirksam zu sein?

Exkurs: Einen guten Stärken Finder gibt es auf der Seite der University of Pennsylvania in zahlreichen Sprachen.

2. Orientierung an sinnvollen Handlungsmaximen und Zielen

Als Maßstab für die Sinnhaftigkeit kann beispielsweise der kategorische Imperativ von Immanuel Kant dienen, sprich die Überprüfung auf Verallgemeinerbarkeit für alle Menschen, beispielsweise

Da dies die (Selbst-)wirksamkeit entfaltet.

3. Kollaboration

„Wer allein arbeitet addiert, wer gemeinsam arbeitet multipliziert:“ Ich bin nicht allein.

Wir Menschen können kooperieren und an Aufgaben arbeiten, die größer sind als wir. „Viele kleine Schritte in die richtige Richtung führen zur gewünschten Veränderung.“  Kooperation, die “Superkraft des menschlichen Geschlechts“, wie es unser Ministerpräsident Winfried Kretschmann mal so schön formuliert hat.

Denkanstöße für Kinder

Ich versuche deshalb meinen Sohn zu unterstützen, „spielerisch“ Vertrauen in sich selbst zu gewinnen:

  • Ihn Sportarten ausprobieren lassen => Neugierde wecken
  • Mit ihm Musik hören und Kunst anschauen => Schönheit spüren
  • Freundschaften fördern => Kraft von Beziehungen spüren
  • …          

Gemeinsame Unternehmungen, gemeinsam möglichst viel Zeit zu verbringen, ihn ernst nehmen, ihn zu respektieren ihn wertschätzend zu behandeln. Da sein, wenn er mich braucht.

Ihn vor allem bedingungslos zu lieben, seine Ängste ernst nehmen – darüber reden/zuhören und ihm vertrauen!

Gaubensvorstellungen

Nach dem ich in meinen bisherigen Blogbeiträgen verschiedene Themen und Disziplinen betrachtet habe, möchte ich heute von meinen persönlichen Glaubensvorstellungen erzählen und wie ich versuche, diese meinem Sohn zur Orientierung zu vermitteln.

Vor 20 Jahren habe ich meine Glaubensvorstellungen in meinem Buch “One World – One Future – My Life“ wie folgt beschrieben (Auszug aus Kapitel 5 meines 2003 erschienenen Buches):

Glaubensvorstellungen eines jungen Menschen

Ich bin gewiss kein Mensch, der jeden Sonntag in die Kirche geht und deren einen Gott als übergroßen Vater in Menschengestalt glaubt, der einen großen weißen Bart hat und irgendwo auf einer Wolke im Himmel wohnt. Der tagein, tagaus die Erde beobachtet und für Gerechtigkeit sorgt, indem es sind nun Fehler augenblicklich bestraft. Der die Erde in sechs Tagen und den Menschen aus einem Häufchen Erde erschaffen hat.

Nein, auch ich hatte Physik, Biologie, Erdkunde und Chemie in der Schule und weiß, dass ich mir das nicht so einfach machen darf.

Die Erde wurde nun einmal vor sehr langer Zeit geschrieben, als die Menschen noch ein ganz anderes Bild von der Erde hatten. Als eine „Ansammlung von Glaubensgeschichten“ weist sie durchaus auch Widersprüche auf, da die Menschen, die sich schrieben, bestimmte Dinge unterschiedlich empfunden haben.[1]

Aber wer daraus schließt, dass ich nicht an Gott glaube, weil ich nicht alle Bibelaussagen verstehe oder als wahre Tatsachen anziehe und nicht jeden Sonntag in die Kirche gehe, der irrt gewaltig.

Weder kann ich mir derzeit alles allein mit den Naturwissenschaften mit ihrer Evolutions- und Urknalltheorie erklären noch glaube ich, dass das jemals der Fall sein wird.

Oft scheint hier auch der Zufall eine große Rolle zu spielen? Was ist überhaupt Zufall? Stecken auch hinter ihm weitere, uns bislang verborgene Naturgesetze oder steht am Ende doch ein großer, alles wissender, alles könnender Gott hinter ihm, hinter den Gesetzen, hinter der Erde und hinter uns Lebewesen?

Warum sind die Gesetze so und nicht anders? Warum gibt es die Anomalie des Wassers? Warum setzt sich die Atmosphäre gerade so zusammen, dass auf der Erde eine erträgliche Temperatur für die Lebewesen Wesen herrscht? Warum gibt es zwischen den Elektronen und Protonen jedes einzelnen Atoms eine Energieminimum, welches auf diese Art die Atome zusammenhält? Warum so etwas wie leben? Weil es ihnen langweilig?

Manchmal stelle ich mir die Entstehung der Welt zuvor: Am Anfang war nichts, überhaupt nichts, wie wenn ich meine Augen schließen würde. Und in diesem nichts regierte Gott mit seinen Elementen und Gesetzen. Die Elemente waren noch unsichtbar und die Gesetze waren beziehungsweise sind ebenfalls unsichtbar.

Die Gesetze schufen aus den unsichtbaren Elementen so einzigartige sichtbare Dinge wie die Planeten, u.a. auch unsere Erde. Nun waren die Elemente teilweise sichtbar und weiter ging die Reise, Die Gesetze schufen auf der Erde aus den Elementen so faszinierende Dinge wie die Natur mit uns Menschen, und auch im Weltall geht diese Reise noch permanent weiter.

Aber vielleicht ist und war auch alles ganz anders. Vielleicht sind alle Erklärungsversuche nur momentan und in hundert Jahren gibt es wieder ganz neue Vorstellungen. Vielleicht sind wir ja auch nur ein ganz kleiner Teil der Schöpfung, der gar nicht in der Lage ist, sich mit seinem Gehirn alles erklären zu können.

Aber irgendetwas hat die Gesetze genau so werden lassen, wie sie sind und dadurch Leben ermöglicht. Irgendetwas lässt mich leben und entwickeln.

Irgendetwas scheint für mich hinter den Tieren, Pflanzen, den Menschen, den Wolken, den Gesetzen über Raum und Zeit, dem Zufall zu stecken, denn es ist alles so einzigartig faszinierend.

Wie aus einem winzig kleinen Sprössling ein über 80m hoher, mächtiger Baumriese werden kann oder aus einer kleinen Zelle ein über 30m langer Blauwal. Wie sich aus einer kleinen Knospe eine farbenprächtige Blüte entwickelt und ein Tonklumpen Pflanzenröhrenskelette enthalten kann, die unter dem Elektronenmikroskop so formvollendet aussehen, als hätte sie ein begnadeter Designer entworfen.

Und schließlich wir Menschen mit all unseren erstaunlichen Fertigkeiten, Gedanken und Ideen. Das Meisterwerk unserer Sprache, unsere Sinne, unser Gefallen an Musik, Kunst und Ästhetik, unser Immunsystem und vieles mehr. Irgendetwas hat dies alles sich entwickeln lassen.

Dieses Irgendetwas ist für mich wie ein „unsichtbarer Geist“, der hinter allem steht.

Er ist die Logik, die Herrlichkeit hinter dieser Welt. Herrscher über die Natur mit ihren Gesetzen, dem Zufall, dem Universum. Er steckt hinter allem Einfachen und Schlichten. Er alleine weiß, warum alles so und nicht anders ist. Er regiert, wir Menschen aber leben.

Ich nenne diesen unsichtbaren Geist Gott, er ist meine Vorstellung von Gott, auf diese Art und Weise kann ich ihn mir vorstellen.

Früher haben die Menschen der Sonne Opfer gebracht. Vor fünfhundert Jahren hieß es, die Erde sei eine Scheibe. Im Laufe der Zeit haben sich die Vorstellungen geändert, neues Wissen wurde gesammelt, Religionen haben sich verändert. Und auch in Zukunft wird sich sicherlich noch viel ändern. Auch meine Vorstellungen von Gott werden sich im Laufe der Zeit immer etwas verändern bzw. konkretisieren – aber es wird immer etwas geben, das ich als „Gott“ bezeichnen kann, denn ich spüre seine unendliche Liebe stets aufs Neue:

Wenn es mir schlecht geht und mich meine Mitmenschen an ihrer Lebensfreude teilhaben lassen und mir ein Lächeln schenken; wenn mir meine Mitmenschen in völlig unerwarteten Situationen helfen. Wenn meine Mitmenschen zu mir halten, auch wenn ich einen großen Fehler begangen habe; wenn sie mich trösten und mir Mut machen, wenn ich Sorgen habe, ja dann spüre ich Gottes Liebe.

Wenn mich ein Problem beunruhigt und ich durch Nachdenken eine Lösung, einen Weg finde, spüre ich, wie Gott mir dabei hilft. An der Freude, die ich in meinem Leben erfahre, wenn ich einfach nur nach meiner inneren Überzeugung lebe, spüre ich ihn.

Wenn wir Menschen uns nicht an der Angst, an den Fehlern, am Neid anderer „befriedigen“, sondern uns wirklich anstrengen, ein friedliches, begeisterndes Leben miteinander zu teilen, indem wir uns gegenseitig helfen, achten, respektieren und Freiheiten eingestehen, ja dann erlebe und spüre ich Gott, weil in diesen Momenten für mich das „Paradies auf Erden“ sichtbar wird.

Wenn wir unsere Umwelt schonen und erkennen, dass sie unser wertvollstes Gut ist und wir unseren Nachfahren nichts Herrlicheres hinterlassen können als eine intakte Natur und aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, spüre ich ihn, weil wir dann zum Erhalt dieser einzigartigen Schöpfung beitragen.

Dieser „Geist“ lässt sich nicht anfassen, nicht sehen oder mathematisch beweisen, sondern lediglich erahnen, spüren, ja erleben.

Gott ist für mich derjenige, der mir Erfüllung, Liebe und Geborgenheit schenkt, wenn ich mein Leben nicht passiv an mir vorbeiziehen lasse, sondern am Alltag auf Erden „teilnehme“.

Denkanstöße für Kinder

Wahrscheinlich würde ich heute die ein oder andere Formulierung ändern, meine Vorstellungen haben sich in den zwei Jahrzehnten jedoch nicht verändert, da ich dieses Gefühl von Geborgenheit durch einen uns liebenden Gott immer wieder spüren und erfahren durfte und ich bin gespannt, wie es mein Sohn mal sehen wird.

Ich für meinen Teil vermittle meinem Sohn – neben meinem Werteverständnis – auch meine Glaubensvorstellungen

  • von einem uns liebenden Gott,
  • von der Vorstellung, dass Gott keine anderen Hände hat als unsere und
  • dass unsere Zeit in seinen Händen liegt.

Indem ich das Gefühl thematisiere (zum Beispiel vor dem Einschlafen ein Gebet sprechen) und erlebbar mache (hören von Liedern, deren Texte Geborgenheit ausstrahlen, ihm bedingungslose Liebe schenken).

Ich akzeptiere selbstverständlich, wenn Mitmenschen (und er) diese Feinabstimmung der Naturkonstanten nicht einem Schöpfer zuschreiben, sondern es mit dem anthropischen Prinzip erklären.[2]


[1] Vgl. Wind, Renate: Befreiung buchstabieren. Basislektüre Bibel. S. 82ff, Kaiser Taschenbücher, Gütersloher Verlagshaus, 1995, Gütersloh

[2] Vgl. ZEIT-Artikel 54/2023 auf Seite 30 „Menschen sind komplizierter als Physik“ von Max Rauner und Ulrich Schnabel


Warum ist das Leben endlich?

Bildnachweis: Fredrik Boberg

Die Frage „Warum ist das Leben endlich“ stellt sich so ziemlich jeder von uns. Oftmals schwingt, selbst bei denjenigen, die an ein Leben nach dem Tod glauben, dabei ein Stückchen Schwermut mit. Nicht zuletzt, weil auch niemand den Tag seines Ablebens oder seiner Liebsten vorhersagen kann.

„Dass wir überhaupt existieren können, ist ein großer, galaktischer Glücksfall.“ habe ich mal in einem Blinkist im Zusammenhang mit der Entstehung des Universums gehört. In der Aussage schwingt etwas Positives mit, auch wenn ich ihm nicht mehr genau einem Buchtitel zuordnen kann.

Und weil Menschen ein enormes Schadenspotential haben, denke ich manchmal, dass die Begrenzung der Lebensdauer auch als eine Art „Lebensversicherung“ verstanden werden kann: Dass jede Generation eine Chance hat, es besser zu machen als die vorherige.

Was sind für mich wichtige Grunderkenntnisse?

Sofern wir von Schicksalsschlägen („negativen Lottogewinnen“ wie schweren Unfällen o.ä.) verschont bleiben, können wir unser Leben bewahren und verlängern, wenn wir auf unsere geistige und körperliche Gesundheit achten.

Aber irgendwann ist auch bei besten genetischen Voraussetzungen, gesunder Ernährung, Sport und einem mit Liebe erfülltem leben biologisch Schluss (die theoretische Grenze liegen laut Gesundheitsexperten aktuell zwischen 120 und 130 Jahren). Die An­ti-Aging-In­dus­trie arbeitet daran, dass durch Zellverjüngung mittelfristig auch diese Grenze zu kippen.

Irgendwann sind wir alle „Sternenstaub“, aber bis dahin sind wir Menschen – wie in meinem Blogbeitrag Verantwortung beschrieben habe, nach Nida-Rümelin „frei, rational und verantwortlich“.

Was bedeutet das für mich?

Auf dem #Wethefuture Summit 2023 habe ich von dem Mentalcoach Jim Kwik einen inspirierenden Satz gehört: „Life is C between B (Birth) and D (Death)“.  Das C steht dabei für Choice. Wir haben zwischen Geburt und Tod eine Menge Wahlmöglichkeiten: Wir können passiv leben und unser Leben von anderen bestimmen lassen oder wir können es aktiv leben, uns entfalten und unser Leben gestalten.

Ich finde die Begrenzung der Lebensdauer hat etwas Fokussierendes. Wenn etwas begrenzt ist, geht man achtsamer damit um. So frage ich mich regelmäßig „Was ist mir wichtig“ und unterstützen meine Tätigkeiten, meine Einstellung dies.

Selbstverständlich habe ich auch „passive“ Tage, das gehört dazu. Die passiven Tage bleiben aber in der Minderheit, wenn ich mich fokussiere und mir selbst vertraue, ganz nach dem Motto, „dem Gehenden baut sich der Weg unter seinen Füßen“.

Denkanstöße für Kinder

Ich habe einmal eine schöne Geschichte gehört, in der das Leben als Zugreise verglichen wurde. Bei den einzelnen Stationen steigen Menschen ein und aus. Der Reisende kann sich seine Mitfahrer nicht aussuchen und er weiß auch nicht, wie lange sie an seiner Seite mitreisen und wie lange er selbst im Zug mitfährt.

Mir gefällt dieses Bild von der Reise des Lebens, weil es Gelassenheit vermittelt und zeigt, was ich beeinflussen kann und was nicht.

Leben ist vergänglich. Niemand weiß, wann die „Reise“ zu Ende ist. Für manche Menschen ist die Reise bereits im Kindesalter zu Ende, das sind besonders traurige Momente. Für manche Menschen ist nach eigener Auffassung die Reise zu spät zu Ende, wenn sie einsam, körperlich und geistig so stark abgebaut haben, von schweren Krankheiten gezeichnet sind.

Im Idealfall ist es für einen selbst der richtige Zeitpunkt und man kann wie Sir Baden-Powell dem Begründer der Pfadfinderbewegung sagen „Ich habe meinen Auftrag erfüllt und bin nach Hause gegangen“.

Ich möchte meinem Sohn dieses Bild von der Reise mitgeben und ihn zum aktiven Leben ermutigen, dass er „Pilot“ und nicht „Passagier“ seines Lebens ist.  

Dazu möchte ich die Kreativität meines Sohnes fördern, denn ich halte sie für ist mindestens genauso wichtig, wie eine positive Grundeinstellung. Denn kreative Menschen finden Lösungen, wo andere nur Probleme sehen.

Leidenschaft

Bildnachweis: iStock.com/SolStock

Heute möchte ich mich der Leidenschaft widmen, da ich immer wieder mitbekomme, wie Mitmenschen die Flinte vorschnell ins Korn werfen, weil sie der Ansicht sind, dass ihre aktuelle Tätigkeit keine „Berufung“ ist. Genauso kenne ich Menschen, die in die innerlich „gekündigt“ haben und in ihrem Job nur noch „anwesend“ sind und die Gründe für den Zustand dabei ausschließlich bei anderen suchen.

Ist Leidenschaft ein Dauerzustand und verspürt man Leidenschaft nur in einem einzigen Bereich? Ich glaube nicht.

Wann spüre ich Leidenschaft?

Wenn ich mit hoher Intensivität bei der Sache bin. Wenn es mir Freude bereitet etwas zu tun, weil ich daran hohes Interesse habe, ich idealerweise auch noch gut daran bin. Wenn ich einen Mehrwert sehe, weil es mir das Thema wichtig ist, weil es Sinn macht…

Wenn ich mit mir eins bin, wenn ich im Flow bin.

Ich erinnere mich gerne an das Beispiel des Pike Place Fischmarkts in Seattle: Die Fischhändler hatten für sich beschlossen, ihren Kunden ein einzigartiges Kauferlebnis zu bescheren und jeder Besucher spürt, mit wie viel Freude sie ihre Arbeit verrichten. Über ihre vier Handlungsmaximen[i]

  • Wähle deine Einstellung („… als jemand, der weltberühmt ist, wirst du ganz anders auftreten“)
  • Spiele (Wie können wir mehr Spaß haben und Energie tanken?)
  • Bereite anderen Freude (Wer sind unsere Kunden und wie können wir ihnen einen schönen Tag bereiten? Wie können wir uns gegenseitig einen schönen Tag bereiten?) und
  • sei Präsent (die Fischhändler sind mit ganzem Herzen und ihrer ganzen Aufmerksamkeit bei der Arbeit)

wurden sogar der Managementbestseller Fish! geschrieben.

An dem Beispiel sieht man, dass es völlig egal ist, welche Tätigkeit man ausübt, man kann für sich selbst entscheiden, wie man die Tätigkeit ausübt und was man dabei empfinden möchte (die Fischhändler wollten Spaß bei der Ausübung ihrer Tätigkeit haben).

Analog beschreibt die Berufsberatung matchrs auf ihrer Homepage eindrucksvoll vier Stufen, wie man von Interesse zu Leidenschaft kommt und dass dazwischen ein langer Weg liegt und Ausdauer lohnt. Nicht einmal das Interesse muss dabei fest im Menschen verankert sein, wie Forschungsarbeiten zeigen.

Wo liegen für mich die Herausforderungen und wie gehe ich damit um?

Meine größte Herausforderung ist, dass ich – neben meiner Familie – mehrere Interessen habe, denen ich mich gerne leidenschaftlich widmen möchte.

Ich habe ein Faible für Immobilien, seit ich als kleiner Junge mit meiner Familie Onkel & Tante in Chicago besucht habe und ich vom Sears Tower – dem damals höchsten Gebäude der Erde – das unter mir liegende Hochhausmeer erblicken durfte.

Außerdem habe ich ein Faible für gelungenes Miteinander, seit ich bei den Pfadfinderinnen und Pfadfindern miterlebt habe, was man mit Teamarbeit alles gemeinsam erreichen kann, wovon der einzelne nur träumen vermag.

Es schlagen also (mindestens) zwei Herzen in meiner Brust, die ich im Beruf immer wieder zu vereinen versuche, so auch aktuell als Erster Bürgermeister meiner Heimatstadt Weinheim. Hier funktioniert es besonders gut, aber auch in meinen früheren Tätigkeiten habe ich die soziale Leidenschaft mit der technischen kombiniert.

Daneben denke ich leidenschaftlich über Gott und die Welt nach, daher u.a. dieser Blog😉

Viele von uns haben mehrere Leidenschaften, was es bisweilen herausfordernder macht, genug Zeit für sie zu haben. Mich selbst aber nur auf eine Leidenschaft zu fokussieren, würde mich nicht glücklich machen.

Fazit: Ich glaube, dass Leidenschaft kein Leiden schafft, sondern Erfüllung schenkt😉, aber wir aufgefordert sind, die passende Balance zwischen den Interessen zu suchen.

Denkanstöße für Kinder

Während ich als Kind am liebsten Hochhäuser gebaut und gemalt habe, baut und malt mein Sohn am liebsten Flugzeuge und Schiffe und träumt von einem Beruf als Pilot oder Flugzeugbauer. Diese Interessen versuchen wir zu fördern, sei es durch Besuche im Technikmuseum, am Flughafen oder am Wasser, damit daraus Leidenschaften entstehen können.

Uns ist egal, ob unser Sohn eine Ausbildung macht oder studiert, Hauptsache er findet seine Leidenschaft(en), dabei möchten wir ihn unterstützen.

Wir fördern seine Autonomie bei der Verfolgung seiner Interessen und zeigen ihm gleichzeitig auch Orte, wo er Begeisterung bei Mitmenschen spürt, die ihre Interessen mit Leidenschaft verfolgen. Wenn der Funke überspringt, entstehen daraus für ihn neue Interessen.


[i] Fish! Stephen C. Lundin, Harry Paul und Hohn Christensen (2003, 15. Auflage) Mosaik bei Goldmann

Was ist Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit bedeutet für mich so zu leben, dass mein Lebensstil weder meinem Sohn noch seinen Kindern schadet, ganz gleich auf welchem Kontinent und Ort sie leben werden und wie sein/ihr Einkommen einmal sein wird. Nachhaltigkeit ist daher für mich eng mit dem im Vormonat erläutertem Begriff der Verantwortung verknüpft.

Nachhaltigkeit ist keine neue Erfindung, sondern eine Wiederentdeckung, bewehrter Prinzipien seit Jahrtausenden.

Nachhaltigkeit ist einerseits komplex (wenn ich beispielsweise an die Lieferkette meiner Schreibtischlampe denke) und mehrdimensional (üblicherweise spricht man von den drei Perspektiven Ökologie, Ökonomie und Sozialem), andererseits ermöglicht dies zugleich viele Optionen nachhaltig zu handeln.

Tatsache ist, dass kumuliert unser Lebensstil in Deutschland nicht nachhaltig ist, da wir ressourcenmäßig aktuell 2,9 Erden verbrauchen. [i]

Ziele für nachhaltige Entwicklung

Die UN hat die Komplexität in 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung heruntergebrochen. Von der Bekämpfung der Armut bis zur Förderung von Frieden, Gerechtigkeit und starken Institutionen. Alle Ziele findest Du hier bspw. auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

Wie ich schon in meinem Januar-Blog zur globalen Balance geschrieben habe, bin ich fest davon überzeugt, dass wir das Gesicht der Welt in dieser Dekade verändern, wenn sich jeder bei drei Zielen miteinbringt, die seinen Stärken, entsprechen. Ich habe mir folgende drei Ziele prioritär vorgenommen:

  1. Als Bauingenieur und Immobilienökonom ist mir beruflich das Ziel 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ eine Herzensangelegenheit und ich arbeite täglich an dessen Umsetzung. Schon jetzt kann ich meinem Sohn erklären, dass fußläufige Städte/Stadtteile und ausgebaute Radwege sinnvoll sind, da er gerne mit dem Fahrrad fährt.
  2. Auch das Ziel 3 „Gesundheit und Wohlergehen“ ist mir sehr wichtig.  Gegenüber meiner Familie, meinen Kolleginnen und Kollegen und auch mir selbst. Ich erkläre meinem Sohn, wo die Lebensmittel herkommen, fördere seine sportlichen Neigungen und bin hinsichtlich seines Wohlbefindens aufmerksam.
  3. Das Ziel 15 „Leben an Land“ ist mir seit frühster Kindheit ein Begriff, wo wir als Pfadfinder regelmäßig Waldsäuberungsaktionen durchführten, es aber stets erschreckend und beeindruckend zugleich, wie viel Müll wir aus dem Wald holten. Ich erkläre meinem Sohn, dass die Ressourcen endlich sind, gehe mit ihm viel in die Natur und vermittele ihm, mit dieser achtsam umzugehen.

Ich versuche nach bestem Wissen und Gewissen auch die anderen Ziele zu verfolgen oder auch unabhängig dieser UN-Ziele entsprechend meiner eingangs dargelegten Definition zu leben.

Ich bin dankbar für diese Orientierung gleichwohl es ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess ist, denn natürlich gibt es viele Situationen, wo ich dieser Verantwortung noch nicht gerecht werde. Ich hüte mich vor Perfektionismuswahn und freue mich an den vielen kleinen Schritten, in die richtige Richtung und dass sich sehr viele Menschen global auf den Weg gemacht haben.

Zum gegenseitigen Mut machen und um den Dialog zu fördern, habe ich mir als kleines Zeichen einen entsprechenden Aufkleber auf den Briefkasten geklebt und ebenso als Hintergrund für mein LinkedIn-Profil gewählt😉

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[i] Siehe beispielsweise Tagessschaubericht zum aktuellen UN-Report: https://www.tagesschau.de/ausland/unicef-ressourcen-verbrauch-101.html#:~:text=In%20Deutschland%20ist%20der%20Ressourcenverbrauch,eine%20gesunde%20Umgebung%20zu%20bieten.